Ich mache diesen Job seit Jahren und entdecke immer noch Orte, die ich noch nie gesehen habe. Das sagt viel darüber aus, wie viel Natur diese Region zu bieten hat. Was ich hier teile, ist persönlich — Orte, die ich tatsächlich besucht habe, viele davon öfter als ich zählen kann. Diese Liste könnte leicht dreimal so lang sein. Aber diese fünf sind die, mit denen ich anfangen würde.
Teil 01 / 05
Sapadere Canyon

Hier hat alles angefangen. Mein erster Job im Tourismus war als Jeep-Safari-Fahrer hier, deshalb kenne ich diesen Canyon auf eine Weise, die schwer in Worte zu fassen ist. Das Wasser, das ihn füllt, stammt aus dem Schneeschmelzwasser im Winter — eiskalt, sogar im Juli. Man ist etwa eine Stunde vom Zentrum Alanyas entfernt und hat das Gefühl, in eine völlig andere Welt einzutauchen.
Was ihn auf Platz eins dieser Liste bringt, ist nicht nur der Canyon selbst — es ist die Kombination aus Wasserfall und natürlichem Pool an einem Ort. Man kann darin schwimmen. Man kann unter dem Wasserfall stehen. Diese Kombination, die nach einem kurzen Spaziergang erreichbar ist, ist wirklich selten. Ich habe viel Natur in dieser Region gesehen und nichts kommt dem wirklich nahe.
Abdullahs Hinweis: Ich habe hier geführt, noch bevor ich überhaupt ein lizenzierter Guide war. Der Canyon hat sich nicht verändert. Das Gefühl, ihn zum ersten Mal zu betreten, hat sich auch nicht verändert — ich sehe es noch immer auf den Gesichtern der Menschen.
Teil 02 / 05
Green Canyon

Wer Der Herr der Ringe gesehen hat, kennt das Aussehen der Elfenwälder. Das ist der nächste Vergleich, den ich für den Green Canyon habe. Riesige grüne Berge auf beiden Seiten, Süßwasser darunter, keine Wellen, kein Wind — man bewegt sich per Boot hindurch und es ist die ganze Zeit vollkommen ruhig.
Das Wasser ist komplett Süßwasser, was die Bootsfahrt weit sanfter macht als alles auf dem offenen Meer. Entlang des Weges gibt es kleine Buchten, wo man ein Schlammbad machen kann — Touren halten normalerweise an diesen Stellen an. Wer angelt, findet hier auch reichlich Gelegenheit.
Abdullahs Hinweis: Menschen, die auf normalen Bootstouren seekrank werden, geht es hier meistens völlig gut. Das Süßwasser bedeutet keinerlei Dünung. Es ist eine jener seltenen Fahrten, bei denen alle an Bord die ganze Zeit entspannt sind.
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Teil 03 / 05
Dim-Fluss

Es gibt ein Dorf namens Mahmutseydili, für das ich schon immer eine besondere Zuneigung hatte. Das Quellwasser dort fließt auf das Meer zu und sammelt sich im Dim-Fluss — und der Abschnitt, wo er sich sammelt und tief genug zum Schwimmen wird, ist das, was die Menschen den Dim-Fluss nennen. Es ist ein echter Ort, keine Erfindung eines Resorts.
Restaurants wurden hier über dem Wasser gebaut — man isst sein Essen und steckt gleichzeitig die Füße in den Fluss. Wenn das nach etwas klingt, das man genießen würde, dann stimmt das. Man kann den Dim-Fluss auch als Teil einer Jeep-Safari erreichen, was ich persönlich empfehlen würde — der Weg dorthin ist die halbe Erfahrung, und die Wasserschlachten unterwegs machen das Ganze zu etwas ganz Besonderem.
Abdullahs Hinweis: Ich habe diese Route bei der Jeep-Safari öfter gefahren als ich zählen kann. Der Flussabschnitt wird nie langweilig — und die Wasserschlachten auch nicht. Familien lieben diesen Stopp besonders.
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Teil 04 / 05
Antike Stadt Iotape
Etwa eine Stunde von Alanya entfernt gibt es eine kleine Bucht mit einem alten Hafen — und die Ruinen einer antiken Stadt, die noch immer stehen. Das ist kein Museum. Es gibt keinen Eintritt, keine Reisegruppe, keinen Audioguide. Man geht selbst hindurch, sitzt in den alten Kirchenmauern wenn man möchte, und schaut auf das Meer hinaus.
Beim Schwimmen gibt es einen natürlichen Pool innerhalb der Felsformation. Den sollte man auf keinen Fall auslassen. Die Kombination aus den Ruinen, der Bucht und diesem versteckten Pool macht diesen Ort zu einem, der einem im Gedächtnis bleibt. Keine Touren fahren hierher — man braucht ein eigenes Auto, es gibt keine Busverbindung — aber genau das ist auch der Grund, warum er sich noch immer so anfühlt wie er es tut.
Abdullahs Hinweis: Mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, Essen und Wasser mitbringen und planen, eine Weile zu bleiben. Das ist kein kurzer Stopp. Es ist einer jener seltenen Orte, an denen man ankommt und sofort versteht, warum niemand gehen möchte.
Teil 05 / 05
Ulaş
Direkt am Eingang von Alanya, inmitten der Überreste einer weiteren antiken Siedlung, gibt es einen Strand mit Grillstationen. Einheimische kommen hierher zum Schwimmen, Grillen und um den Tag zu verbringen. Das ist keine touristische Inszenierung — so verbringen die Menschen aus Alanya ihre Freizeit.
Man kann eine der Grillzonen nutzen, essen, schwimmen und einfach dort sein, ohne dass etwas um einen herum inszeniert wird. Die meisten Besucher finden diesen Ort nie, weil sie die Hotelstrände im Blick haben. Ich denke, das macht es erwähnenswert.
Abdullahs Hinweis: Wer sehen möchte, wie Einheimische diese Küste wirklich genießen — nicht die touristische Version davon — der findet in Ulaş seine Antwort. Einfach, authentisch und völlig unterschätzt.